02.03.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Indisches Lehrstück

Wer reich und berühmt ist, bekommt Kredite. Manchmal geht das schief, wie beim Diamantenhändler Nirav Modi. Erst dann wird es zum Skandal

Thomas Berger

Aktuell zieht ein Finanzskandal in Indien Kreise. Es geht um fragwürdige Bankbürgschaften und auf dieser Basis erteilte Kredite. Das Geld floss in das Firmengeflecht des Milliardärs Nirav Modi. Partner des Diamantenhändlers und Promijuweliers war ausgerechnet die vom Staat kontrollierte Punjab National Bank (PNB). Zu Beginn der vergangenen Woche hatte das CBI, Indiens nationale Ermittlungsbehörde, entsprechende Untersuchungen ausgeweitet: Gegen mehrere Vertraute des Firmenpatriarchen wurden vorläufige Ausreisesperren verfügt. Nach der bereits früher erfolgten Festnahme von Modis mutmaßlich wichtigstem Partner in der PNB-Filiale Mumbai waren am 19. Februar drei weitere der dortigen Mitarbeiter verhaftet worden. Sie stehen im Verdacht, ebenfalls in die Machenschaften um Bürgschaften der PNB verwickelt zu sein. Und die haben es in sich.

Mit diesen Sicherheiten versehen hatte sich das Modi-Imperium auch bei anderen Geldinstituten umfangreiche Kredite gesicher...

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