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02.03.2018 / Ansichten / Seite 8

Zweite Münchner Rede

Putin vor Föderaler Versammlung

Arnold Schölzel

Ein Kommentator der Moskauer Nowaja Gaseta bezeichnete am Donnerstag die Ansprache Wladimir Putins vor der Föderalen Versammlung Russlands als »wesentlich schroffere Münchner Rede«. Der Vergleich ist angebracht. 2007 wies der russische Präsident auf der Münchner »Sicherheitskonferenz« darauf hin, dass die Träume von einer absoluten Vormacht der USA und ihrer Verbündeten zerplatzt seien. Statt der unipolaren »Neuen Weltordnung« mit einer einzigen Weltmacht, wie sie nach dem Ende der Sowjetunion verkündet worden sei, bilde sich vielmehr Multipolarität heraus. Die Antwort auf diese Rede im Westen bestand aus zweierlei: zum einen permanente mediale Dämonisierung Russlands, zum anderen ein Aufrüstungsexzess nach dem anderen sowie verstärkte militärische Einkreisung. Putin fasste das sinngemäß am Donnerstag so zusammen: Der Westen hoffe darauf, dass die Russische Föderation eine Antwort auf die Bedrohung und gleichzeitig soziale ...

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