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02.03.2018 / Ausland / Seite 6

Rückschritt möglich

Parlamentswahlen in El Salvador: Armut und Kriminalität bestimmende Themen. Betrug und Rechtsruck befürchtet

Volker Hermsdorf

Am Sonntag sind rund 4,7 Millionen stimmberechtigte Bürger in El Salvador zur Wahl der 84 Abgeordneten des nationalen Parlaments und der Bürgermeister in über 260 Städten aufgerufen. Die Partei des linken Präsidenten Salvador Sánchez Cerén, die frühere Guerillaorganisation FMLN (Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí), hofft dabei auf eine Mehrheit, um ihr Programm für mehr soziale Gerechtigkeit umsetzen zu können. Im derzeitigen Parlament blockieren die rechtskonservative Nationalistische Republikanische Allianz (Arena) und ein Bündnis der ultrarechten Parteien GANA (Große Allianz für die Nationale Einheit), PDC (Christdemokratische Partei) und PCN (Partei der Nationalen Koalition) die meisten von der FMLN eingebrachten Reformvorhaben.

Die regierende Linkspartei stellt seit 2009 zwar den Präsidenten, verfügt in der Legislative seit 2012 aber nur noch über 31 Sitze. Dazu trug auch das Wahlsystem des mittelamerikanischen Landes bei. Obwohl die FMLN ihre...

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