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02.11.2002 / Ausland / Seite 7

Imperiale Versprechen

Die Geschichte lehrt: Den USA geht es immer nur um die eigenen Interessen

Kolumne von Mumia Abu-Jamal

Wer die Versprechen eines Imperiums mit Argwohn betrachtet, ist gut beraten. Am Ende des Vietnamkrieges schwor eine kriegsmüde US-Regierung, die im Begriff war, Indochina zu verlassen, das vom Krieg zerstörte Vietnam wiederaufzubauen und Reparationszahlungen zu leisten. Dreißig Jahre später ist kein US-Cent an die Volksrepublik Vietnam gezahlt worden. Die USA hatten nie die Absicht, die Bedingungen des auch von ihrer Regierung am Verhandlungstisch in Paris unterzeichneten Friedensvertrages zu erfüllen. Etwa drei Millionen Vietnamesen waren im Krieg getötet worden, die Reisfelder und Flüsse waren von dem Herbizid Agent Orange vergiftet (und bis heute, also Generationen später, erkrankt noch immer eine unbekannte Zahl von Menschen an diesem Gift), die CIA ließ Kämpfer der nationalen Befreiungsfront, Zivilpersonen und Parteimitglieder ermorden und foltern, Tausende von vietnamesischen Kindern, deren Väter amerikanische Soldaten sind, wurden faktisch als Halb...

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