01.03.2018 / Inland / Seite 5

Atomanlagen als Terrorziele

Schutz vor Angriff könnte Jahre dauern. Gastkommentar von Hubertus Zdebel

Hubertus Zdebel

Atomalarm in der Luft. Besteht kein Funkkontakt zur Maschine, steigen Kampfflugzeuge der Bundeswehr auf. Der Verdacht: An Bord könnte ein Terrorkommando einen Anschlag planen. Die Folge: In sechs norddeutschen Atommeilern wird umgehend das Personal bis auf Mindeststärke evakuiert. Zuletzt geschah dies am vorletzten Montag – ein Fehlalarm, wie sich herausstellte.

Wie gut sind Atomanlagen gegen Anschläge geschützt? Klar ist, den (gezielten) Einschlag einer schweren Passagiermaschine würde kein deutsches Atomkraftwerk überstehen. Ein weiterer Grund, warum diese unverantwortliche Technologie sofort abgeschaltet gehört.

Doch nicht nur die Atommeiler, auch die vielen Zwischenlager mit dem in Castor-Behältern verpackten hochradioaktivem Atommüll, zwölf davon direkt neben den AKWs, vier weitere in Ahaus, Jülich, Gorleben und bei Lubmin, bergen mit ihrem enormen radioaktiven Inventar Katas­trophenpotential.

Neue Terrorszenarien haben die Bundesregierung 2011 veran...

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