28.02.2018 / Antifa / Seite 15

Schützengrabenschocks in Parlamenten

Ausrede im Bundestag: AfD-Politiker stehen im Kampf und sagen daher unter Stress schlimme Dinge

Claudia Wangerin

Ein bisschen erklärungsbedürftig fand es der AfD-Bundestagsabgeordnete Marc Jongen dann doch, was einige seiner Parteifreunde über den Umgang mit der deutschen Geschichte, insbesondere dem Massenmord an europäischen Juden und über den angeblichen »Schuldkult« absondern. Allerdings stehen sie aus seiner Sicht wohl einfach nur unter Stress, weil ausgerechnet sie Deutschland retten müssten. Es gehe buchstäblich »um alles«, sagte Jongen am Freitag in einer »Aktuellen Stunde« zum Thema »Demokratie und Erinnerungskultur angesichts rechtsextremistischer Angriffe« im Bundestag. Aber der Reihe nach: Beantragt hatten diese Aussprache die Grünen. »Wir sind nicht bereit, angesichts Ihrer täglichen unsäglichen Tabubrüche hier einfach zur Tagesordnung überzugehen«, erklärte der Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz in Richtung der AfD-Fraktion. »Sie benutzen fast täglich Nazivokabular.« Das seien keine Missverständnisse – es handle sich schlicht »um offenen und ekel...

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