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28.02.2018 / Inland / Seite 5

Rettungsversuch für Betteln

Diakonie Deutschland hält weiter daran fest, die Löhne ihrer 150.000 Beschäftigten kirchenintern statt in Tarifverträgen zu regeln

Herbert Wulff

Man kann der Diakonie Deutschland nicht vorwerfen, inkonsequent zu sein. Sie macht weiter ihr Ding. Von regulären Tarifverträgen will der evangelische Wohlfahrtsverband auch nach turbulenten Monaten und vielen Protesten nichts wissen. Statt dessen bestimmt eine »Arbeitsrechtliche Kommission« (ARK-DD) »im Konsensprinzip« auf dem sogenannten dritten Weg bundesweit über Löhne und Arbeitsbedingungen von rund 150.000 Diakonie-Beschäftigten. Die Kommission ist paritätisch mit Vertretern von »Dienstgebern« und »Dienstnehmern« besetzt, wie es im Kirchenjargon heißt. Die Beschäftigtenvertreter werden allerdings nicht von der Gewerkschaft Verdi gestellt, sondern von ominösen Kleinstgruppen sowie der Ärzteorganisation Marburger Bund. Das wird auch so bleiben, wenn die Mitglieder der ARK-DD Anfang März neu bestimmt werden.

»Verdi steht für Tarifverhandlungen auf Augenhöhe mit der Diakonie jederzeit zur Verfügung«, betonte Gewerkschafter Berno Schuckart-Witsch am Dien...

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