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26.02.2018 / Feuilleton / Seite 11

Aufruhr im Bridgeklub

Gewaltiges Herumhantieren mit Veganismus, Tantra, »Intimität«: Das war die 68. Berlinale

Peer Schmitt

Sind sie diesmal nicht doch zuweit gegangen? Sollte das die Krönung der Ära Kosslick gewesen sein, diese Preisverleihung der durchaus denkwürdigen 68. Berlinale? Einiges kam einem zunächst noch beruhigend vertraut vor: verkokste Schunkelstunde mit der notorischen Anke Engelke, Aufruhr im Bridgeklub zockender älterer Damen mit undeutlichen Absichten, Grinsen, zurückgehaltenes Gelächter ...

Im Publikum nahm es Bill Murray in Vertretung des leider verhinderten Wes Anderson, der für seine Hunde-Animations-Fabel »Isle of Dogs« immerhin den Regiepreis erhielt, zur Kenntnis. Er setzte sich eine lustige Mütze auf und machte gute Miene zum altbekannten Spiel. Er hat schließlich schon so einiges mitgemacht. Steven Soderbergh war auch da. Wie schon so oft. Er machte sich dabei sicherlich ebenfalls so seine Gedanken über seinen Rücktritt vom Rücktritt vom Rücktritt vom Filmgeschäft.

Alles in allem blieben die altbewährten Kräfte der letzten Tage des Kinos jedoch...

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