23.02.2018 / Ausland / Seite 6

Tränengas in Bilin

Eindrücke aus einem besetzten Land

Freya Fraszcak

In Palästina ist es am Freitag normal, in der Nähe der israelischen Außenposten durch Nebel von Tränengas laufen zu müssen. Es ist mieses Zeug, das in den Augen brennt und die Nase unablässig laufen lässt. Ist man weit genug entfernt von der Gasexplosion, erreicht der Reizstoff die Atemwege nur oberflächlich und der Chemiegeschmack verfliegt schnell. Treffen die Gasgranaten jedoch den menschlichen Körper, können die Folgen von schweren Verletzungen bis hin zum Tod reichen.

Mein Bekannter Kefah aus dem Dorf Bilin nimmt seit 2005 wöchentlich an friedlichen Protesten gegen den Bau der Mauer teil, welche die größte israelische Siedlung im Westjordanland, Modin Illit, vor »mutmaßlichen Terroristen« schützen soll. Kefah ist der Ansicht, dass dieser Wall eher der Kontrolle von Wasserreserven und palästinensischem Gebiet dient. Als sein Freund Bassem Abu Ramah im Jahr 2009 für die Rechte seines Volkes demonstrierte, wurde er von einer Gaspatrone der israelischen ...

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