22.02.2018 / Inland / Seite 4

Keine Gnade für Afghanen

Erneut 14 Menschen abgeschoben. Unmittelbar zuvor hatte es in dem Land erneut zahlreiche Tote nach einem Anschlag und Gefechten gegeben

Jana Frielinghaus

Wieder sind 14 abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan ausgeflogen worden. Die Maschine startete am Dienstag abend am Flughafen München und landete am Mittwoch gegen elf Uhr (Ortszeit) in Kabul. Ebenfalls am Dienstag waren in dem zentralasiatischen Land erneut mindestens 29 Menschen bei Taliban-Angriffen auf Polizeistationen und einem mutmaßlichen Sprengstoffattentat ums Leben gekommen (siehe jW vom Mittwoch). Bund und Länder, die den Flug gemeinsam veranlasst hatten, ignorieren also weiter konsequent die sich zuspitzende Lage am Hindukusch. Die Sammelabschiebung – es war die zehnte seit Dezember 2016 – wurde erneut mit Gesetzesverstößen der Betroffenen gerechtfertigt. Insgesamt wurden damit in dem genannten Zeitraum 188 Männer nach Aghanistan zurückgebracht.

Wie bei allen Charterflügen zuvor hatten sich die meisten Passagiere, in diesem Fall zehn, zuletzt in Bayern aufgehalten. In einer Pressemitteilung des Innenministers des Freistaates, Joachim Herrma...

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