21.02.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Allianz der Lebensmittelretter

Die Ehrenamtsbewegung hat ein sozial-ökologisches Image. Grundproblem bleibt unangetastet

Susan Bonath

Armenspeisung für Millionen: Ein reiches Land, das einen Exportüberschuss nach dem anderen einfährt, muss das legitimieren. Als die Initiative Berliner Frauen am 22. Februar 1993 die erste Tafel eröffnete, deklarierte sie ihr Engagement als »Hilfe für Obdachlose«. Laut einem Vortrag der damaligen Sozialsenatorin, Ingrid Stahmer (SPD), hatte sich die Situation Wohnungsloser in den Jahren nach 1990 drastisch verschlechtert. Aus der Initiative ist inzwischen eine bundesweite Allianz der Lebensmittelretter gewachsen, die 937 Tafeln mit 2.100 Ausgabestellen betreibt. Sie stilisiert sich heute, ein Vierteljahrhundert später, vor allem als eine Art soziale Umweltbewegung.

So beklagte der Vorsitzende des Bundesverbandes »Tafel Deutschland«, Jochen Brühl, vergangene Woche anlässlich des bevorstehenden Jubiläums »die unnütze Verschwendung von Lebensmitteln«. Pro Kopf landeten jedes Jahr mehr als 80 Kilogramm Essen im Müll, rügt...

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