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20.02.2018 / Inland / Seite 5

Höhere Mieten, weniger Hilfen

Trotz steigender Wohnkosten senkte Stadt Bochum Angemessenheitsgrenze für Sozialleistungsbezieher

Susan Bonath

Überall in Deutschland mangelt es an bezahlbaren Wohnungen. Laut bundesweitem Mietspiegelindex kletterten allein im Laufe des Jahres 2016 die Kosten für Unterkünfte inklusive der Bestandsmieten um durchschnittlich 1,8 Prozent in die Höhe. Dennoch senkte der Stadtrat Bochums kürzlich die Höchstmieten für Bezieher von Hartz IV und die Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung weiter ab, wie die Bochumer Arbeitsgemeinschaft für prekäre Lebenslagen (kurz: Bochum-prekär) am Sonntag mitteilte.

Natürlich sei Wohnraum auch in der Ruhrmetropole mit 360.000 Einwohnern knapper und teurer geworden, erklärte der Sprecher von Bochum-prekär, Norbert Hermann. »Trotzdem hat der Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales weder Geld noch Mühe gescheut, die Mietobergrenzen für Leistungsberechtigte zu drücken«, rügte er. Zugrunde liegt dem ein neues »schlüssiges Konzept«, das die Stadträte Ende Januar durchgewunken hatten. Die darin enthaltenen Mieterhebungen kriti...

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