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20.02.2018 / Ausland / Seite 6

Debatte zu »jüdischen Tätern«

Polnische Medien diskutieren die Bemerkungen ihres Premierministers bezüglich des »Holocaustgesetzes«

Die Äußerungen von Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki über »jüdische Täter« während des Holocaust haben in den Medien des Landes für heftige Debatten gesorgt. Einige Zeitungen warfen Morawiecki einen »Fehler« vor und warnten vor einer weiteren Verschlechterung der Beziehungen zu Israel. Es gab aber auch viel Unterstützung in den Medien für die Position des Ministerpräsidenten.

Die oppositionsnahe liberale Zeitung Gazeta Wyborcza überlegte, wen der Regierungschef mit den »jüdischen Tätern« überhaupt gemeint haben könnte. Das sogenannte Sonderkommando im NS-Vernichtungslager Auschwitz, bei dem Juden unter anderem zur Arbeit in Gaskammern eingeteilt waren? Die jüdischen Sicherheitsdienste in den Ghettos? Bei einer so »heiklen Frage« hätte sich der Regierungschef präzise ausdrücken und »Verbrechen sowie Täter« nennen müssen. Die Zeitung warf der polnischen Regierung vor, das »Verhal...

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