19.02.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Die guten alten Zeiten

Früherer Philips-Manager Jan Timmer schimpft über seine Nachfolger. Er selbst hatte eine riesige Entlassungswelle durchgesetzt

Klaas Brinkhof

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Philips, Jan Timmer, rechnet in seiner Biographie mit seinen Nachfolgern ab. Sie hätten zugesehen, wie der Elektronikriese aus Eindhoven von angelsächsischen Anlegern »demontiert« worden sei, zitieren die niederländischen Medien aus dem Buch, das am Freitag unter dem Titel »Die Man van Philips« in den Niederlanden auf den Markt gekommen ist.

Timmer, der am morgigen Dienstag 85 Jahre alt wird, stand von 1990 bis 1996 an der Spitze des 1891 gegründeten niederländischen Traditionsunternehmens. In seine Zeit fiel die größte Massenentlassung in der Nachkriegsgeschichte des Landes. 45.000 Arbeiter verloren während der von ihm verantworteten Umstrukturierung des Konzern ihren Job. Das war mehr als ein Viertel der gesamten Belegschaft. Angeblich stand Philips vor dem Konkurs, weil die billigere Konkurrenz aus Fernost dem Unternehmen große Marktanteile abjagte. Es habe zu den Entlassungen keine Alternative gegeben, glaubt Tim...

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