19.02.2018 / Inland / Seite 4

Streng geheime Akten

Feuertod von Oury Jalloh: Linke im Magdeburger Landtag fordert Untersuchungsausschuss. Doch dazu braucht sie Grüne und SPD

Susan Bonath

Wie konnte der an Händen und Füßen gefesselte Flüchtling Oury Jalloh vor gut 13 Jahren in einer Dessauer Polizeizelle bis zur Unkenntlichkeit verbrennen? Bis heute ist das ungeklärt. Den Mitgliedern des Rechtsausschusses im Magdeburger Landtag stehen nun mehrere Kartons mit Ermittlungsakten zum Fall zur Verfügung. Allerdings gilt höchster Geheimhaltungsschutz. Fotos oder Kopien dürfen die Politiker nicht machen, nur handschriftliche Aufzeichnungen sind erlaubt.

Die Fraktion der Partei Die Linke bezweifelt unterdessen, dass die den Abgeordneten vorliegenden Dokumente vollständig sind. Fragen dazu konnte oder wollte Sachsen-Anhalts Justizministerin Anne-Marie Keding (CDU) am Freitag im nichtöffentlich tagenden Ausschuss aber nicht beantworten. »Nachdem letzte Woche die Aussagen von Innen- und Justizministerium zur Frage, welche Akten noch vorhanden sind, stark voneinander abwichen, haben uns heute noch einmal weitere Unterlagen erreicht«, konstatierte die i...

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