17.02.2018 / Ausland / Seite 7

Abfuhr für Almagro

OAS-Generalsekretär wettert in Miami gegen Kuba. Havanna verbittet sich Einmischung. US-Republikaner verweigern Bestätigung von Botschafter

Volker Hermsdorf

So schnell und radikal wie Luis Almagro hat selten ein Politiker die Seiten gewechselt. Noch im November 2014 hatte er, damals als Außenminister Uruguays, in Havanna geschwärmt, wie »großartig« Kuba sei und wie viel ihm der Rest der Welt schulde. Seit 2015 ist Almagro Generalsekretär der von Washington dominierten Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). In dieser Funktion trat er am 10. Februar auf einer Veranstaltung exilkubanischer Konterrevolutionäre in Miami auf und erklärte, »weder das kubanische Volk, noch die internationale Gemeinschaft« würden einen Nachfolger Raúl Castros akzeptieren, der nicht »demokratisch gewählt« worden sei. Unter dem Applaus der jubelnden Contras bezeichnete Almagro die Kubanische Revolution als »gefährliches Beispiel« für die Region.

Die Antwort aus Havanna ließ nicht lange auf sich warten. Der OAS-Generalsekretär versuche, die für den 11. März angesetzten Parlamentswahlen in Kuba »zu entstellen und zu delegitimieren«, p...

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