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29.10.2002 / Ausland / Seite 7

FARC-Guerilla abgeschaltet

Mediale Offensive gegen kolumbianische Befreiungsbewegung. Bogotá vermutet Ursprung der FARC-Internetseite in Berlin

Tommy Ramm, Bogotá / Harald Neuber, Havanna

Einhergehend mit militärischen Offensiven und dem Aufbau eines landesweiten Netzes ziviler Informanten hat die kolumbianische Regierung eine mediale Offensive gegen die größte linke Guerillagruppe des Landes, die FARC, gestartet. So wurde der Tageszeitung El Tiempo unlängst der Mitschnitt eines Gespräches zugespielt, nach dem ein hochrangiger Kommandant der »Revolutionären Streitkräfte« den Verkauf von Kokain verhandelt. Dahinter steckt Methode: Seit dem Zusammenbruch des sozialistischen Lagers wird kolumbianischen Guerillaorganisationen verstärkt Drogenhandel vorgeworfen. Ein offensichtlicher Versuch, die bewaffneten Gruppen politisch zu delegitimieren. Quellen für die jüngst veröffentlichten Mitschnitte wurden von der Regierung nicht genannt, jedoch machten Unbekannte parallel zu der medialen Offensive die Internetseite der Organisation unzugänglich. Wo man bislang unter der Adresse farc-ep.org die Erklärungen der ältesten Guerilla Lateinamerikas einseh...

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