15.02.2018 / Inland / Seite 5

Ein Herz für »kleine Leute«?

Geplanter Rentenklau bei Zeitungszustellern: SPD-Bundestagsfraktion macht mit. Gewerkschaft: Mindestlohn wird unterlaufen

Ralf Wurzbacher

Die geplanten Kürzungen bei der Altersvorsorge von geringfügig beschäftigten Zeitungsboten erfolgen mit dem ausdrücklichen Einverständnis der Bundestagsfraktionen von Union und SPD. Das bestätigten Sprecher beider Fraktionen auf Anfrage von junge Welt. Ein Passus des in der Vorwoche vorgelegten Koalitionsvertrags sieht vor, dass Verleger für ihre als Minijobber tätigen Zusteller künftig nur noch Rentenbeiträge in Höhe von fünf statt 15 Prozent des Lohnes einzahlen müssen. Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) soll der Punkt in Unkenntnis der Fachpolitiker »über die Chefebene« in das Papier gebracht worden sein.

Die Darstellung muss nicht falsch sein. Wie jW in der Wochenendausgabe berichtete, hatte die Verlagslobby im Vorfeld der Koalitionsgespräche »Sicherungsmaßnahmen« für die Zeitungsbranche angemahnt. Dazu wird Mathias Döpfner, Chef des Springer-Verlags und Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), ein dire...

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