15.02.2018 / Inland / Seite 2

»Auswüchse der Privatisierungen von zwei Dekaden«

Klinikkonzern Paracelsus will 400 Stellen streichen. Verdi kämpft für Weiterbeschäftigung der Kollegen. Ein Gespräch mit Uwe Ostendorff

Johannes Supe

Die insolvente Klinikkette Paracelsus will bundesweit 400 Stellen abbauen. Damit würde ein bedeutender Teil der bislang 5.200 Beschäftigten gehen müssen. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Personalnot in den Krankenhäusern: Lässt sich die Patientensicherheit in den Einrichtungen dann noch gewährleisten?

Ganze Bereiche sollen nicht mehr aufrechterhalten werden. Genau das hatten wir aber 2013 – auch damals ging es dem Konzern nicht gut – mit Paracelsus im Rahmen eines sogenannten Sanierungstarifvertrages zur Zukunftssicherung vereinbart. Denn einige Stationen sind so klein, dass es keinen Sinn ergibt, sie zu erhalten. Das betrifft ein wildes Sammelsurium an Fachabteilungen, beispielsweise Urologien. Es gibt etwa Bereiche mit unter zehn Betten und einem Chefarzt. Man muss nicht Betriebswirtschaft studiert haben, um zu wissen, dass sich das nicht rechnen kann. Und auch aus Sicht der Patienten ist das nicht vernünftig, denn ein Chefarzt muss eine kontinuierli...

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