14.02.2018 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Panafrikanismus

Simon Loidl

Panafrikanismus ist eine Bewegung, in deren Zentrum die Idee gemeinsamer Interessen aller Menschen mit afrikanischen Wurzeln steht. Dazu zählen nicht nur jene, die auf dem Kontinent leben, sondern auch jene, die durch Kolonialismus und Sklaverei in andere Weltregionen verschleppt oder dort geboren wurden. Ausgangspunkt dieser Gegenbewegung zum Kolonialismus waren die Zentren der kolonialistischen Mächte. In Großbritannien und den USA entwickelten gut ausgebildete, oft in der Karibik geborene Intellektuelle an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erstmals die Vorstellung, dass alle Menschen afrikanischer Herkunft über gemeinsame Erfahrungen verfügen, die politisch gebündelt werden müssten.

Wer den Begriff »Panafrikanismus« geprägt hat, ist nicht klar. Meist werden der 1832 auf der Karibikinsel St. Thomas geborene Edward Wilmot Blyden oder der knapp 37 Jahre später auf Trinidad zur Welt gekommene Henry Sylvester-Williams genannt. Beiden gemeinsam ist, d...

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