14.02.2018 / Ausland / Seite 7

Keine Visa für Kubaner

US-Administration kündigt Bruch von Migrationsabkommen an

Volker Hermsdorf

Das US-Außenministerium stellt das 1994 vereinbarte und 2017 erneuerte Migrationsabkommen mit Kuba in Frage. Wie die in Miami erscheinende Tageszeitung Nuevo Herald am vergangenen Freitag unter Berufung auf eine Sprecherin des State Department berichtete, wird Washington in dem im Oktober 2017 begonnenen Steuerjahr 2018 vermutlich nicht die zugesagten 20.000 Einwanderungsvisa für kubanische Bürger ausstellen.

Auf Drängen des damaligen US-Präsidenten William Clinton hatten Havanna und Washington im Herbst 1994 eine Vereinbarung ausgehandelt, in der die USA sich verpflichteten, jährlich 20.000 Einreisegenehmigungen für Kubaner auszustellen, die ihr Land verlassen wollen. Das Ziel des Abkommens bestand darin, eine »sichere und kontrollierte Emigration« zu ermöglichen. Washington hatte damals den Strom Tausender Migranten stoppen wollen, die sich zu Beginn der Sonderperiode Anfang der 90er Jahre über das Meer auf den Weg nach Florida machten. Kuba hatte erklä...

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