14.02.2018 / Inland / Seite 4

Krise – mit oder ohne Nahles

SPD streitet, ob die Fraktionschefin zur kommissarischen Parteivorsitzenden ernannt ­werden darf. Flensburgs Oberbürgermeisterin kündigt Gegenkandidatur an

Jana Frielinghaus

Schwer vorstellbar, dass die alte Tante Sozialdemokratie noch zu retten ist. Zu sehr erinnert sie an Wilhelm Buschs fromme Helene. Wie letztere vom Likör nicht lassen kann, so hängt erstere an der Regierungsbeteiligung. Das Ergebnis in beiden Fällen das gleiche: »Hier sieht man ihre Trümmer rauchen. / Der Rest ist nicht mehr zu gebrauchen.«

Verantwortlich für den Zustand der SPD ist maßgeblich das noch immer tonangebende Personal von Sigmar Gabriel über Martin Schulz bis zu Andrea Nahles. Letztere sollte am Dienstag abend von Parteipräsidium und -vorstand zur kommissarischen Vorsitzenden der Sozialdemokraten ernannt werden – wie es der scheidende Amtsinhaber und Exkanzlerkandidat Schulz vorgeschlagen hatte. Endgültig muss innerhalb von drei Monaten ein Parteitag über die Personalrochade entscheiden. Außerdem wurde erwartet, dass Schulz auf der Gremiensitzung seinen sofortigen Rückzug als Parteichef verkündet.

Inzwischen gibt es in der Partei allerdings he...

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