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12.02.2018 / Feuilleton / Seite 10

Esst mehr Kartoffeln!

Gibt es gute Manipulation? Eine Studie über Beeinflussung scheitert an einem wichtigen Problem

Detlef Kannapin

Es gibt Bücher, deren Themenstellung und ihre akademische Verarbeitung höchste Verwirrung stiften. So die Abhandlung des Basler Wissenschaftlers Alexander Fischer zum Problem der Manipulation in theoretischer und ethischer Hinsicht. Der Autor fragt sich zwar zu Recht, wieso der Begriff der Manipulation in der neueren Sozialtheorie so selten auftaucht, kommt aber selbst nicht zu der höchst naheliegenden Antwort, dass Manipulation zur Aufrechterhaltung der bürgerlichen Herrschaft essentiell und die Institution Universität Teil davon ist. Zudem scheint ihm kaum aufzufallen, dass Manipulation den meisten Menschen gar nicht mehr aufzufallen scheint, womit ihre Wirkungsmacht bereits beschrieben ist. Statt dessen bietet er eine neutralisierte Definition seines Gegenstandes an. Dabei hebt er Faktoren hervor, die Menschen affektiv beeinflussen, während sie scheinbar noch freie Wahl haben. Das ist alles nicht falsch, führt aber vom eigentlichen Problem weg, aus wel...

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