10.02.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Forum für Vorstöße

Wer Rang und Namen hat, trägt Großmachtambitionen auf der »Münchner Sicherheitskonferenz« vor. Deren Vorsitzender misst mit zweierlei Maß

Claudia Wangerin

Für Wolfgang Ischinger ist es ein Jubiläum: Seit zehn Jahren leitet der gelernte Jurist nun die »Münchner Sicherheitskonferenz«, laut Handelsblatt vom 16. Januar »eine der größten Kontaktbörsen der Politik« im Luxushotel Bayerischer Hof. Dieses Jahr soll sie vom 16. bis zum 18. Februar stattfinden. Im Grunde handelt es sich um eine Privatveranstaltung der »Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz (gemeinnützige) GmbH«, die allerdings Jahr für Jahr mit rund einer Million Euro Steuergeld subventioniert wird und deutsche wie ausländische Spitzenpolitiker als Gäste begrüßen kann.

Ischinger hat dort im Jahr 2008 »das Zepter übernommen«, wie er sich am Donnerstag in den Räumen der Bundespressekonferenz in Berlin ausdrückte. Zuvor war Ischinger unter anderem Staatssekretär im Auswärtigen Amt und deutscher Botschafter in Washington. Ins Leben gerufen wurde die von ihm gerne mit dem englischen Kürzel MSC bezeichnete Konferenz 1963. »Die MSC war über Jahrzehnte im...

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