10.02.2018 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Vom Blauenden Kahlkopf

Ein Reisebericht

Ludwig Lugmeier

Fritz, der als Pilzsachverständiger mein Interesse für Psilocybinpilze teilt, wies mich auf ein aufgegebenes Militärgelände in der Mark Brandenburg hin. Dort habe er vor einigen Jahren den Blauenden Kahlkopf entdeckt. In den folgenden Jahren habe er ihn zwar nicht mehr gefunden, doch sei das zu erwarten gewesen. Das Mycel treibe, wie ich sicherlich wisse, oft lange Zeit keine Fruchtkörper aus. Irgendwann aber drängten sie wieder ans Licht, darauf könne man sich verlassen.

Wir beschlossen, gemeinsam nach den Pilzen zu suchen. Mitte November zogen wir los, immer so gegen sieben Uhr morgens, denn um diese Zeit war es noch dunkel. Es durfte uns nämlich niemand bemerken, das Betreten des Geländes war untersagt. Wir kletterten über eine Mauer und schritten, vorbei an verfallenen Garagen, auf einer Panzerstraße voran. Bei einer Schrotthalde warteten wir, bis es hell genug war, um nach den Pilzen zu suchen.

Der Blauende Kahlkopf zählt zu den Träuschlingsverwandte...

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