10.02.2018 / Geschichte / Seite 15

Rechtes Gedenken

Seit 20 Jahren nutzen Neonazis die Zerstörung Dresdens durch die Alliierten für ihre Propaganda

Sandra Schönlebe und Lothar Bassermann

Seit 20 Jahren erlebt die sächsische Landeshauptstadt Dresden um den 13. Februar ein Trauerspiel: Alt- sowie Neonazis führen Aufmärsche durch, und mal mehr, mal weniger Antifaschistinnen und Antifaschisten protestieren dagegen. Die Veranstaltungen beider Seiten unterlagen in diesem Zeitraum einem starken Wandel.

Die Bombardierung Dresdens bot für den Geschichtsrevisionismus der extrem rechten Szene seit jeher einen idealen Bezugspunkt. Das Ereignis wurde zum zentralen Symbol für die angeblichen Kriegsverbrechen der Alliierten und die Opferrolle der Deutschen. Es hätte bis zu 300.000 Tote gegeben, hieß es. Auch wäre die Stadt ohne jede militärische Bedeutung gewesen und trotzdem bombardiert worden, eine Behauptung, die nicht nur von Neonazis geäußert wurde. Die seriöse Wissenschaft hat das längst widerlegt. So wurde untermauert, dass Dresden fast bis zur Befreiung für die Nazis von immenser Bedeutung war. Dies galt sowohl für den Kriegsnachschub an die ...

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