26.10.2002 / Ansichten / Seite 4

Mordsgeschäft

Haftentschädigung für einen Helden der westlichen Welt

Peter Rau

Am Donnerstag hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig einem gewissen Günter Jablonski eine Haftentschädigung von 37120 Euro zugesprochen. Wieder was gelernt nach der Zwangsankunft im Rechtsstaat BRD: Wer im Unrechtsstaat DDR wegen Mordes verurteilt wurde, ist eigentlich gar kein richtiger Mörder, auch wenn er ein Menschenleben auf dem Gewissen hat. Zumindest hat er Anspruch auf eine ordentliche Haftentschädigung. Zwar sieht auch bundesdeutsches Recht für Tötungsdelikte aus niederen Beweggründen eine lebenslange Freiheitsstrafe vor, doch selbst hier gilt offenbar, daß erst Ausnahmen die Regel bestätigen. Manchmal kann Mord nämlich auch recht...

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