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07.02.2018 / Ausland / Seite 7

Protest gegen Abschiebungen

Israel will Flüchtlinge und Migranten aus Afrika zur Ausreise zwingen. In der Gesellschaft bildet sich dagegen breiter Widerstand

Knut Mellenthin

Die israelischen Behörden wollen in den nächsten zwei Monaten bis zu 20.000 »illegale Einwanderer« aus Eritrea und dem Sudan abschieben. Insgesamt halten sich in Israel zwischen 38.000 und 40.000 Flüchtlinge und Migranten aus Afrika auf. Letztlich sollen sie alle gezwungen werden, das Land zu verlassen, um – in den Worten von Premier Benjamin Netanjahu – dessen »jüdischen und demokratischen Charakter sicherzustellen«. Betroffen sind zunächst Männer ohne Kinder. Seit Sonntag wird ihnen eine schriftliche Aufforderung übergeben oder zugeschickt, bis April in ihre Heimat zurückzukehren oder in ein nicht genanntes Land auszureisen – gemeint ist vermutlich Ruanda. Anderenfalls würden sie auf unbestimmte Zeit in einem israelischen Gefängnis eingesperrt.

Die Betroffenen leben überwiegend schon seit mindestens fünf oder sechs Jahren in Israel. Seit 2013 schaffen kaum noch Afrikaner den Weg in das Land. Dafür sorgt ein zwischen 2010 und 2012 gebauter, mit modernste...

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