07.02.2018 / Inland / Seite 5

Komplexer Punktsieg

Die IG Metall hat sich mit dem Tarifabschluss in Baden-Württemberg in vielen Fragen durchgesetzt. Doch es gibt Schwachpunkte

Daniel Behruzi

Die ganz große Eskalation ist dann doch ausgeblieben: In der Nacht zum Dienstag einigten sich Unternehmerverband und IG Metall in Baden-Württemberg auf einen neuen Tarifvertrag, der auf alle rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie übertragen werden soll. Vorausgegangen waren nicht nur stundenweise Warnstreiks, an denen sich insgesamt etwa 930.000 Metallarbeiter beteiligt hatten. In der vergangenen Woche nahm nach Gewerkschaftsangaben auch insgesamt eine halbe Million Beschäftigte in knapp 280 Betrieben an 24-Stunden-Streiks teil, die die Produktion in den betroffenen Firmen zumeist komplett lahmlegten. Am Ende steht ein komplexes Tarifwerk, das als Punktsieg der IG Metall gelten kann, aber auch einige Bonbons für die Konzerne bereithält.

Um 4,3 Prozent steigen die Löhne und Gehälter ab April dieses Jahres, für die drei Vormonate gibt es eine Einmalzahlung von 100 Euro. So weit, so normal. Ab 2019 wird es dann aber kompliziert: Di...

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