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06.02.2018 / Inland / Seite 2

»Über Jahre wurden Gelder in den Sand gesetzt«

Anstatt ein Seniorenheim zu sanieren, verschleuderte die Stadt Rendsburg Mittel. Nun soll die Einrichtung privatisiert werden. Ein Gespräch mit Maximilian Reimers

Ralf Wurzbacher

Am kommenden Sonntag dürfen mehr als 22.000 Rendsburger darüber abstimmen, ob das Seniorenheim »Neue Heimat« teilprivatisiert wird oder in städtischer Trägerschaft bleibt. Was steht beim ersten Bürgerentscheid der Stadt auf dem Spiel?

So einiges: Zuerst geht es natürlich um die Frage, ob den aktuellen und kommenden Heimbewohnern auch künftig eine optimale Versorgung zuteil wird oder ob sie nur noch so gut betreut werden, wie es mit dem Profitkalkül der Betreiber vereinbar ist. Letztlich entscheiden die Bürger darüber, ob die Pflege als eine handelbare Ware auf dem Markt bestehen muss oder weiterhin dem Menschen dienen soll.

Lässt sich denn absehen, für welche Variante die Rendsburger stimmen werden?

Wir sind sehr guter Dinge, die Privatisierung verhindern zu können. Dafür spricht allein schon das Tempo, mit dem der Bürgerentscheid durchgesetzt wurde. Die Initiatoren haben mal eben knapp doppelt so viele Unterschriften eingesammelt, wie nötig waren, um daf...

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