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06.02.2018 / Thema / Seite 12

»Steht auf, Gespenster, ans Gewehr!«

Die unvermutete Schwäche der Macht – über Revolution und Evolution in Peter Hacks’ Operette »Orpheus in der Unterwelt«

Jens Mehrle

Der Dramatiker und Essayist Peter Hacks (1928–2003) wäre am 21. März 90 Jahre alt geworden. Junge Welt nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, sich in loser Folge mit Werk und Leben des kommunistischen Schriftstellers auseinanderzusetzen. (jW)

Auf den Ergebnissen der Oktoberrevolution gründete die DDR, in der zu leben sich Peter Hacks entschieden hatte. Das hieß für ihn aber auch, dass im sozialistischen Teil der Welt keine soziale Revolution als Änderung der Macht- und Eigentumsverhältnisse anstand. Den Sozialismus durch die Emanzipation der Individuen zu entwickeln, dabei alle Errungenschaften der Menschheitskultur aufhebend, das war die Aufgabe. In der Betonung des Revolutionären in der DDR sah er hingegen eine unangemessene Übertreibung zum Zwecke der Selbstermächtigung des Apparats oder einen anarchistisch-bürgerlichen Angriff auf den Sozialismus. Der entscheidende Schritt in Hacks’ Ästhetik war folgerichtig der zu einer postrevolutionären Dramaturgie, die...

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