05.02.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

»Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben«

Journalisten auf den Philippinen fühlen sich von der Regierung unterdrückt. Ein Gespräch mit Jhoanna Ballaran

Thomas Berger

Sie arbeiten neben Ihrer Teilzeitstelle bei der Journalistenvereinigung NUJP als Reporterin für die renommierte Tageszeitung Inquirer. Haben Sie Angst, oder sind Sie schon bedroht worden?

Nein, persönlich hat es bei mir zum Glück noch keine schwerwiegenden Vorkommnisse dieser Art gegeben. Dass sich einflussreiche Leute beschweren und ihre Anwälte einschalten, ist hier auf den Philippinen normal, wo man sehr auf seine Reputation bedacht ist. Doch ich kenne die Sorgen vieler Kollegen aus dem eigenen Freundeskreis. Einer Radioreporterin in Davao (Heimatstadt von Präsident Rodrigo Duterte auf Mindanao, wo er lange Bürgermeister war; jW) ist gerade vor Weihnachten gesagt worden, sie werde das Fest nicht mehr erleben. Für sie, die dort zu Themen wie Menschenrechtsfragen und Vertreibung arbeitet, war das eine sehr furchteinflößende Situation. Drohungen solcher Art sind auf den Philippinen leider allgegenwärtig. Seit der Rückkehr zur Demokratie 1986 hat es insges...

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