03.02.2018 / Geschichte / Seite 15

Brauner Intrigantenstadl

Im Februar 1938 nutzte Adolf Hitler die Gunst der Stunde, um die Wehrmachtsführung nach seinen Maßgaben umzubauen

Reiner Zilkenat

Am 12. Januar 1938 fand im Großen Saal des Kriegsministeriums in der Bendlerstraße in Berlin eine für diesen Ort ungewöhnliche Zeremonie statt. Der Reichskriegsminister, Generalfeldmarschall Werner von Blomberg, und die Stenotypistin Eva Gruhn wurden dort standesamtlich getraut. Als Trauzeugen fungierten Adolf Hitler und Generaloberst Hermann Göring, Reichsluftfahrtminister und nach Hitler »der zweite Mann« im faschistischen Deutschland.

Ungewöhnlich war auch der Altersunterschied zwischen dem fast sechzigjährigen Witwer und der vierundzwanzigjährigen Frau. Beruf und Herkunft der Braut, deren Vater als Gärtner und deren Mutter als Putzfrau und Masseurin tätig waren, boten dem Offizierskorps der Wehrmacht zwar Anlass für allgemeines Naserümpfen, aber schließlich hatte ja Hitler persönlich die Heirat genehmigt. Diese weitete sich jedoch zu einem handfesten Skandal mit weitreichenden politischen Folgen aus.

Gerüchteküche

Gerüchte über das »Vorleben« von Eva ...

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