03.02.2018 / Ausland / Seite 8

»Jetzt fließt Öl durch die schwarze Schlange«

Der Bau einer weiteren Pipeline in den USA bedroht den Lebensraum indigener Völker. Ein Gespräch mit Tom Goldtooth

Wolfgang Pomrehn

Im Norden der USA, im Bundesstaat Nord-Dakota wurde eine Ölpipeline gebaut. Seit 2016 hatte es dagegen massiven Widerstand verschiedener indigener Völker und Umweltschützer gegeben. Auch Ihr Netzwerk war beteiligt.

Unser Netzwerk wurde 1990 von Basisgruppen aus diversen Reservaten in den USA und Kanada gegründet. Der Anlass war ein Gefühl großer Umweltungerechtigkeit, weil immer wieder Bergbaugesellschaften auf unserem Land aktiv wurden, unser Wasser verschmutzten und Mutter Erde zerstörten. Auch wurden viele Giftmülldeponien auf unserem Land angelegt, und es gab Auseinandersetzungen um Atommüllager. Das alles eskalierte in den späten 1980er Jahren.
Es gab auch einige Differenzen mit den Stammesführungen. Aber das war Teil der Politik der US-Regierung, die versuchte, die Führungen mit Versprechen wirtschaftlicher Entwicklung zu vereinnahmen. Einige Stämme investierten sogar in fossile Rohstoffe, Bergbau und Entwaldung.

Und die neue Pipeline?

Wir ha...

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