03.02.2018 / Inland / Seite 5

Schuften bis zum Umfallen

Verdi kritisiert Mobbing in hessischen Filialen von H&M. Konzernleitung habe es gezielt auf Mütter, Kranke und Betriebsräte abgesehen

Susan Bonath

Die Modekette Hennes & Mauritz (H&M) leidet dieser Tage nicht nur unter den jüngsten Skandalen, wie das Verbreiten rassistischer Werbung oder dem Verbrennen großer Mengen nicht verkaufter Klamotten. Ein Umsatzeinbruch lässt die Kapitaleigner um ihr künftiges Mitmischen am Markt bangen. Unter der desolaten Geschäftssituation leiden auch die Beschäftigen. Das H&M-Regionalmanagement Südhessen und Rhein-Main-Gebiet setzt offenbar angestellte Mütter, Erkrankte und Betriebsräte unter Druck. Das kritisierte am Donnerstag Horst Gobrecht von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi).

So unterlaufe die Geschäftsführung in den etwa 20 Filialen im Großraum Wiesbaden, Hanau und Darmstadt bisher übliche Sozialstandards. »Beispielsweise sollen Mütter mit Kindern im schulpflichtigen Alter oder jünger dauerhaft in der Spätschicht und samstags arbeiten, selbst wenn sie zu diesen Zeiten die Betreuung nicht organisieren können«, sagte Gobrecht im Gespräch...

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