02.02.2018 / Inland / Seite 5

Gegen Personalnot

Berliner Bündnis strebt »Volksentscheid für gesunde Krankenhäuser« an

Johannes Supe

Wann sie das letzte Mal wirklich Zeit für einen Patienten hatte, weiß Anja Vogt nicht mehr. Die Krankenpflegerin, die auf einer Intensivstation des Berliner Klinikums Vivantes arbeitet, kann sich schlicht nicht mehr erinnern. Schon seit Jahren findet Vogt kaum Zeit dafür, sich zu einem Kranken einmal ans Bett zu setzen und ihn in seinem Leiden zu begleiten. »Es gibt Dienste, da schaffen wir es nicht einmal, die Körperpflege vollständig zu leisten«, berichtet sie. Der Patient bliebe dann ungewaschen – weil ein anderer dringend Hilfe brauche und zuwenig Personal auf Station sei, um beiden gerecht zu werden. Vor zwanzig Jahren sei das anders gewesen, da sei sie für zwei Personen auf der Intensivstation verantwortlich gewesen. Heute seien es drei, so Vogt. Manchmal auch vier. So viele, dass sie kaum alle zu betreuen seien. »Ich will so nicht mehr arbeiten«, sagt die Krankenpflegerin. Doch sie hat die Hoffnung, dass sie das in Zukunft auch nicht mehr muss – w...

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