31.01.2018 / Ausland / Seite 6

Schwindender Rückhalt

Die Militärjunta in Thailand schwächelt. Die Proteste gegen das Regime werden jetzt offen ausgetragen

Thomas Berger

Es gibt Diktaturen, die stoßen von Beginn an auf breiten Widerstand. Im Falle der seit knapp vier Jahren in Thailand regierenden Militärjunta ist dies nicht der Fall. Ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung sah die (erneute) unblutige Machtübernahme der Armee im Mai 2014 tatsächlich als »Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung«, so die offizielle Begründung für den Putsch. Vor allem die Einwohner der Hauptstadt Bangkok waren die ständigen Störungen des öffentlichen Lebens durch Massendemonstrationen und Blockaden der verfeindeten politischen Lager leid. Und obwohl die Putschisten unter Leitung des damaligen Armeechefs General Prayut Chan-ocha unter anderem das Versammlungs- und Demonstrationsrecht aufhoben, waren die »gelben« Aktivisten, die vor dem Putsch noch Massenaufmärsche organisiert hatten, damit durchaus nicht unzufrieden. Denn das Eingreifen der Uniformierten hatte schließlich bewirkt, was ihnen nicht gelungen war: Die gewählte und demokr...

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