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30.01.2018 / Ansichten / Seite 8

Etikettenschwindel

Egon Krenz

Vielleicht erinnert sich mancher noch an eine 2013 vom Spiegel ausgelöste unappetitliche Kampagne gegen das DDR-Gesundheitssystem. Die Rede war von einem »Versuchslabor Ost«, in dem angeblich »unerprobte Arzneien« ausprobiert und eingesetzt worden seien. Damit dies allein dem »kriminellen Staat DDR« angelastet werden konnte, musste von Anfang an verschwiegen werden, dass es auf dem Gebiet des Gesundheitswesens ein offizielles Regierungsabkommen der beiden deutschen Staaten gab. Dieses garantierte, dass auch die Bundesregierung genau Bescheid wusste, was auf dem Gebiet der Medikamentenerprobung passierte. Der Deutsche Bundestag hatte schon am 17.10.1975 – selbst mit den Stimmen der damaligen Opposition – beschlossen, auch im Medikamentenbereich eng mit der DDR zusammenzuarbeiten. Damit aber die DDR-Beteiligung so richtig mensc...

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