Gegründet 1947 Freitag, 23. August 2019, Nr. 195
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
23.10.2002 / Inland / Seite 15 (Beilage)

Unsicherheitsterror

Gegen alle verfassungsrechtlichen Bedenken und ohne Aussicht auf Erfolg soll die Rasterfahndung an Hessens Hochschulen ihr Comeback erleben

Tjark Sauer

Nachdem Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) im September 2001 seine Innenministerkollegen in den Bundesländern aufgefordert hatte, ihn bei der Suche nach terroristischen Islamisten beziehungsweise sogenannten Schläfern zu unterstützen, erlebte die Rasterfahndung im Kampf gegen den Terrorismus ihr Comeback. Die Sicherheitsbehörden forderten die Hochschulen auf, Daten von Studenten aus zirka 28 Ländern zu übermitteln. Das rassistische Vorgehen der Ermittlungsbehörden löste an den Hochschulen massive Proteste aus. In Hessen, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Bremen und Hamburg reichten ausländische Studenten Klagen gegen die Herausgabe ihrer Daten ein. Nicht ohne Erfolg: In Berlin mußte die Rasterfahndung zwischenzeitlich ausgesetzt, in Hessen konnte sie gleich ganz gestoppt werden – leider aber nur vorübergehend. Denn trotz der bislang erfolglos verlaufenen Fahndungsmethode will Innenminister Volker Bouffier (CDU) nach der Versc...

Artikel-Länge: 6313 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €