29.01.2018 / Ausland / Seite 6

Sklavenarbeit in Knästen

Seit Wochen streiken in Florida Gefängnisinsassen. Behörden versuchen die Aktionen kleinzureden

Jürgen Heiser

In den Gefängnissen des US-Bundesstaats Florida breitet sich ein Arbeitsstreik aus, den Häftlinge laut The Intercept in mindestens acht Haftanstalten am diesjährigen Martin-Luther-King-Gedenktag am 15. Januar begonnen haben. Die »Operation PUSH« ist auf vier Wochen befristet und soll sich zu einem Generalstreik hinter Gittern entwickeln, um »die Sklavenarbeit in den Knästen zu beenden«. Den Namen »PUSH« (etwa »vorantreiben«, zugleich Abkürzung für »People United to Save Humanity«, »Leute vereint zur Rettung der Menschheit«) haben die Initiatoren der gleichnamigen Kampagne Jesse Jacksons entlehnt, mit der zur Zeit der Bürgerrechtsbewegung in den 1970er Jahren eine Verbesserung der ökonomischen Bedingungen der afroamerikanischen Bevölkerung erkämpft werden sollte. Heute ist ein Drittel aller Zwangsarbeit leistenden Gefangenen in Florida schwarz, bei nur 17 Prozent Anteil der Schwarzen an der Gesamtbevölkerung. Der monatelang vorbereitete Streik ist der drit...

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