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29.01.2018 / Inland / Seite 4

Geschäft mit der Armut

Hartz IV im Supermarkt: Bundesagentur schließt langjährigen Vertrag mit Privatfirma. Zehn Jobcenter beginnen im Sommer mit dem Testlauf

Susan Bonath

Längst haben Geldautomaten auch in Behörden festangestellte Kassierer verdrängt. Billiger sind diese wohl nicht, wie das Fazit der Bundesagentur für Arbeit (BA) nahelegt. Noch in diesem Jahr will sie die Geräte aus Kostengründen aus ihren Jobcentern und Agenturen verbannen. Hartz-IV-Bezieher in Notlagen sollen dann Bargeld nur noch an Supermarktkassen erhalten. Im Sommer startet die BA eine dreimonatige Testphase in zehn noch auszuwählenden Behörden. Danach will sie das System flächendeckend einführen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die erstere am Freitag auf ihrer Internetseite veröffentlichte.

Betroffen werden Leistungsberechtigte sein, die außerhalb der monatlichen Zahlungstermine dringend Bares benötigen. In finanzielle Engpässe geraten sie nicht selten durch die Jobcenter selbst, etwa wenn diese Anträge schleppend bearbeiten oder Leistungen voreilig einstellen. Im Jahr 2016 veranlassten Jobce...

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