27.01.2018 / Ansichten / Seite 8

Adios, SPD!

Schulz will »Groko« und neuen Job

Sebastian Carlens

Mit uns zieht die neue Zeit, heißt es in einem alten Arbeiterlied. Es wird seit Jahrzehnten am Ende der sozialdemokratischen Parteitage gesungen. »Wann wir schreiten Seit’ an Seit’« ist sein Titel. Das mit der »neuen Zeit« hat Martin Schulz wörtlich genommen. Sie soll für ihn mit einem Posten in einem Kabinett, das es nicht geben darf, unter einer Koalition, die er kategorisch ausschließt, anbrechen – Seit’ an Seit’ mit Merkels (und Seehofers) Union, für die er »nicht zur Verfügung« steht.

Über Schulzens schon sprichwörtlichen Hang zum notorischen Wortbruch kann man sich belustigen, über die täppische Frivolität der SPD, ihre Politdarsteller aus großen Vorgängerkoalitionen als »unverbrauchte Gesichter« zu recyceln, amüsieren. Der demütigende Niedergang dieser einst stolzen Partei, ihre schlafwandlerisch sichere Selbstversenkung ist eine große Schau, eine Art shakespearsche Tragödie. Auch Martin Schulz ist hie...

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