27.01.2018 / Inland / Seite 8

»Militärische Logik löst keine Probleme«

In NRW wollten Soldaten mit Schülern den Syrien-Krieg nachspielen. Das konnte verhindert werden. Gespräch mit Andreas Aguirre

Markus Bernhardt

Das Helmholtz-Gymnasium im nordrhein-westfälischen Hilden hatte Schüler für vergangenen Donnerstag zu einem »Planspiel« verpflichtet. Dieses sollte von Jugendoffizieren der Bundeswehr durchgeführt werden und sich dem »Syrien-Konflikt bzw. der Flüchtlingskrise« widmen (jW berichtete). Sie haben die Pläne der Schulleitung öffentlich gemacht. Wie haben Sie davon erfahren?

Das kann ich so leider nicht verraten, da die betroffene Person Angst vor Repressalien an der Schule hat. Jedenfalls wurde mir ein Schreiben zugespielt, welches den Ablauf des Planspieles erläutert. Diese Veranstaltung sollte verpflichtend sein. Ein Teil der Schüler sollte von Jugendoffizieren in der Waldkaserne, ein anderer Teil am Gymnasium betreut werden. Das hat mich entsetzt. Zum einen die Aktion als solche, zum anderen, dass das verpflichtend sein sollte.

Die Unterrichtseinheit wurde am Mittwoch überraschend von der Schulleitung abgesagt. Sind Sie froh über Ihren Erfolg?

Ja, das bin i...

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