27.01.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Schwindende Vorteile

Im Iran wird das Wiener Abkommen allgemein gefeiert. Die Investitionen jedoch lassen auf sich warten

Knut Mellenthin

In der iranischen Propaganda – und das heißt: in fast allen Äußerungen iranischer Politiker und Medien – gilt das Wiener Abkommen (JCPOA) als großer politischer Sieg, vor allem als persönlicher Erfolg von Präsident Hassan Rohani. Eine sachliche Analyse von Vor- und Nachteilen fand und findet nur in Ausnahmefällen statt – durch »Konservative« und »Hardliner«. Der herrschende Konsens ist, dass die Vereinbarungen von der international anerkannten Stärke des Iran zeugen und es nur böswillige oder defätistische Nörgler sein können, die sie kritisieren.

Diese Darstellung hält einer genauen Überprüfung nicht stand. Auf der einen Seite hat sich der Iran zu Einschränkungen und internationalen Kontrollen seines zivilen Atomprogramms verpflichtet, die eine Laufzeit zwischen 15 und 30 Jahren haben. Auf der anderen Seite sind die erhofften wirtschaftlichen Vorteile durch die Lockerung westlicher Strafmaßnahmen nicht sicher. Die ausländischen Investitionen in die irani...

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