27.01.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Iran-Abkommen unter Dauerfeuer

Die USA und die EU untergraben das Vertrauen in die Zuverlässigkeit internationaler Vereinbarungen

Knut Mellenthin

Das Dauerfeuer von US-Präsident Donald Trump gegen das Wiener Abkommen mit dem Iran zeigt Wirkung. Die europäischen Partner der 2015 unterzeichneten Vereinbarungen – Frankreich, Deutschland und Großbritannien – fordern weitere Zugeständnisse von Teheran und drohen jetzt auch mit neuen Sanktionen. Ihre Angriffe richten sich zur Zeit noch in erster Linie gegen das Raketenprogramm des Landes und gegen sein angeblich »destabilisierendes Verhalten« in der Region. Die französische Regierung scheint hierin die Führung übernehmen zu wollen. »Wenn der Iran in das Konzert der Nationen zurückkehren will, muss er in diesen Fragen kooperieren«, verlangte Außenminister Jean-Yves Le Drian am Montag in einem Interview mit der Pariser Tageszeitung Le Figaro. »Andernfalls wird es immer im Verdacht stehen, Atomwaffen entwickeln zu wollen.«

Schon in einer gemeinsamen Stellungnahme der Staats- und Regierungschefs der drei genannten europäischen Länder vom 13. Oktober 2017 hie...

Artikel-Länge: 7095 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe