27.01.2018 / Inland / Seite 2

»Israel hatte an Zweistaatenlösung nie Interesse«

Die Jerusalem-Entscheidung der USA und die Möglichkeit einer demokratischen Vereinigung von Palästina und Israel. Gespräch mit Ilan Pappé

Peter Schaber

Der Entschluss der US-Regierung, ihre Botschaft in Israel nach Jerusalem zu verlegen, hatte dramatische Auswirkungen auf die dortige Situation. Die israelische Regierung scheint sich sicherer denn je zu sein, die Rechte der Palästinenser missachten zu können, und umgekehrt hat die palästinensische Autonomiebehörde angekündigt, die Anerkennung Israels zurückziehen zu wollen. Um die Zweistaatenlösung steht es nicht gut, oder?

Ja, die Zweistaatenlösung ist tot. Aber nicht nur wegen Trumps Jerusalem-Entscheidung, die war nur ein weiterer Sargnagel. Da es nie ein wirkliches Interesse der israelischen Seite an einer solchen Lösung gab, war im Grunde nie eine reale Chance vorhanden, die Zweistaatenlösung umzusetzen. Der besondere Beitrag von Donald Trump besteht darin, dass er sich von der diplomatischen Vermittlerrolle der USA in diesem Prozess der Zweistaatenlösung verabschiedet hat. Zusätzlich hat Trump die Chancen, mit diplomatischen Mitteln zur Lösung der p...

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