26.01.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Konzernentwicklungshilfe

Deutschland will Hunger in der Welt bekämpfen. Eine Studie belegt, dass vor allem große Unternehmen gefördert werden

Christian Selz, Kapstadt

Der Name suggeriert edle Ziele: »Eine Welt ohne Hunger«. Unter dem Dach des Programms, kurz EWOH genannt, ist ein großer Teil der Aktivitäten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Bereich ländlicher Entwicklung und Ernährungssicherung zusammengefasst. In 25 Ländern engagiert sich die Bundesregierung im Rahmen dieser Sonderinitiative, 18 der Staaten liegen auf dem afrikanischen Kontinent. Doch der Aufbau staatlicher Kapazitäten zur Hungerbekämpfung wird dabei nicht gefördert. Statt dessen kommt das Programm Konzernen zugute, die Agrarprodukte aufkaufen. Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Studie, für die die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) und das African Centre for Biodiversity (ACB) mit Sitz in Johannesburg die Umsetzung des Programms im zentralafrikanischen Sambia untersucht haben.

Kernstück des Programms sind demnach »Grüne Innovationszentren« (GI), die zwischen 2014 und Mitte 2017 mit insg...

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