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26.01.2018 / Titel / Seite 1

Terror und Staat

Prozessauftakt mehr als 17 Jahre nach Bombenanschlag in Düsseldorf-Wehrhahn: Polizist soll Angeklagten gewarnt haben, als Hinweise eingingen

Claudia Wangerin

Bis zur Anklageerhebung hat es mehr als 17 Jahre gedauert, dabei war der Exsoldat Ralf S., der sich seit Donnerstag wegen des Sprengstoffanschlags auf überwiegend jüdische Sprachschüler aus Osteuropa am S-Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn verantworten muss, schon damals verdächtigt worden. Bei der Explosion am 27. Juli 2000 waren zehn Menschen verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich. Die am schwersten betroffene Frau verlor ein ungeborenes Kind, als ein Splitter in ihren Bauch drang. Weil zwölf Personen in der Gruppe gestanden hatten, die sich dort regelmäßig um diese Zeit aufhielt, lautet die Anklage auf zwölffachen Mordversuch. Wären die 250 Gramm TNT nicht verunreinigt gewesen, hätte es Tote gegeben, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Herrenbrück am Donnerstag laut Nachrichtenagentur dpa.

Mehrere Hinweise auf Ralf S. waren kurz darauf telefonisch bei der Polizei eingegangen. Einer der Beamten gab diese Information damals offenbar gleich an Ralf S. wei...

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