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24.01.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Was wussten die Geheimdienste?

Muster NSU-Komplex: Zum Vorgehen der Behörden nach dem »Wehrhahn-Anschlag«.

Markus Bernhardt

Der »Wehrhahn-Anschlag« wirft sattsam bekannte Fragen zur Arbeit der Polizei und Inlandsgeheimdienste in Nordrhein-Westfalen auf. Anfang der 2000er Jahre existierten in mehreren Städten des bevölkerungsreichsten Bundeslandes schlagkräftige Nazistrukturen. Erinnert sei etwa an den Dortmunder Polizistenmörder Michael Berger. Der hatte im Sommer 2000 im Raum Dortmund drei Beamte erschossen und dann sich selbst. Dortmunder Neonazis feierten dies damals mit Aufklebern, die in großer Anzahl in der Innenstadt zu finden waren: »3:1 für Deutschland – Berger war ein Freund von uns. Kameradschaft Dortmund«. Stand Berger als V-Mann in Lohn und Brot eines Inlandsgeheimdienstes? Hinweise darauf gab es zur Genüge, Antworten jedoch nicht. Sämtliche Anfragen, darunter auch eine des damaligen Dortmunder CDU-Bundestagsabgeordneten Erich G. Fritz, verschwanden im Geheimhaltungsdschungel der parlamentarischen Kontrollgremien von Land und Bund.

Ähnlich dubios wirken die Erm...

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