23.01.2018 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Sehr viel SPD im DGB

Auf einer Gewerkschaftskonferenz in Potsdam werben Funktionäre für die große Koalition

Johannes Supe

Manchmal gehen Wünsche schnell in Erfüllung. Noch am Samstag morgen hatte Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), unter seinen Berliner und Brandenburger Kollegen dafür geworben, die SPD zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union zu drängen. Am Sonntag stimmte dann eine knappe Mehrheit der sozialdemokratischen Delegierten – darunter auch etliche Gewerkschafter – genau dafür. Doch dieses Engagement Hoffmanns kommt nicht bei allen im DGB gut an, wie sich bei der Konferenz des Bezirks Berlin–Brandenburg in Potsdam am Samstag zeigte.

Zu Beginn seiner Grußrede an die etwa 100 Delegierten aus Berlin und Brandenburg führte Hoffmann aus, dass den Gewerkschaften derzeit eine zentrale Rolle zukomme. »Ohne Solidarität ist gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht zu realisieren, die Demokratie wird dann anfällig für das Gift der rechtsnationalen Parolen.« Dagegen wolle sich der DGB mit aller Gewalt stemmen.

Weite Teile seiner A...

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